Wie gelangen Antibiotika in die Milch?

Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Milchtieren Antibiotika vom behandelnden Tierarzt zur Bekämpfung von Allgemeininfektionen und bei verschiedenen Lokalinfektionen verordnet und gelangen so in die Milch. Von größter Bedeutung ist die Antibiotikagabe bei Euterentzündungen, denn hier gelangen Antibiotika in höchster Konzentration in die Milch.

Welche Probleme können daraus resultieren?
Antibiotika in der Milch bergen das Risiko, dass der Verbraucher sie unwillentlich mit der Nahrung aufnimmt und es so zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen kommen kann. Daneben spielen aber auch mögliche Resistenzbildungen eine nicht unbedeutende Rolle.

Wie kann die Antibiotikaausscheidung kontrolliert werden?
Verordnet der behandelnde Tierarzt einem Milchtier ein antibiotikahaltiges Medikament, so muss der Landwirt eine bestimmte Wartezeit einhalten, die vom jeweiligen Wirkstoff abhängig ist. Das bedeutet, dass weder die Milch noch das Fleisch des behandelten Tieres in dieser Zeit an den Verbraucher abgegeben werden darf. Nach Ende der Wartezeit ist davon auszugehen, dass das Antibiotikum vom Körper des behandelten Tieres abgebaut bzw. ausgeschieden wurde. Im Bereich der Milchwirtschaft wird die Einhaltung der Wartezeit durch Kontrollen der in der Molkerei angelieferten Milch regelmäßig überprüft. So kann weitestgehend unterbunden werden, dass antibiotikahaltige Milch verarbeitet wird.