Das Ozonloch – Fakten

Den Begriff Ozonloch können Sie immer wieder in den Schlagzeilen der Medien lesen, doch wodurch entsteht es eigentlich und welche Gefahren gehen von ihm aus? Seit den Achtzigern bildet sich das Ozonloch jedes Jahr im Frühjahr über der Südpolarregion der Erde, im Spätwinter 2011 wurde es zum ersten Mal über der Nordpolarregion beobachtet. Die Ursache für die Abnahme der Ozonschicht sind von den Menschen freigesetzte Chemikalien, als besonders gefährdend gelten die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und das auch als Lachgas bekannte Distickstoffmonoxid. Wenn diese Stoffe in die Atmosphäre gelangen, bauen sie Ozon durch eine chemische Reaktion ab.

Die Ozonschicht ist der natürliche Schutzfilter der Erde vor den von der Sonne ausgehenden UV-Strahlen. Sobald die Schicht ausgedünnt wird, kann weniger UV-Strahlung absorbiert werden, sodass eine größere Menge bis auf die Erdoberfläche gelangt. Eine erhöhte UV-Strahlung ist schädlich für den Menschen und die Umwelt und kann unter anderen zu Hautkrebs führen. Um Maßnahmen für den Umweltschutz und der Erhaltung der Ozonschicht zu regeln, wurde 1989 das Montreal-Protokoll verabschiedet. Dieses internationale Abkommen schreibt die Reduzierung der Freisetzung von FCKWs vor. Die atmosphärische Konzentration dieser Chemikalien ist seitdem gesunken, die Konzentration des ebenfalls ozonabbauenden Lachgases, das in dem Montreal-Protokoll nicht erwähnt wird, hat dagegen zugenommen.